«Mein Körper gehört mir!»

Täglich gibt es Pressemeldungen von sexuellen Übergriffen auf Kinder. Was tun? Wie die Kinder davor schützen? Wie mit Ihnen darüber reden?

Mittlerweile existieren für Jugendliche gute Präventionsprojekte zu dieser Thematik. Für die 8-11-Jährigen, welche am häufigsten von sexuellem Missbrauch betroffen sind, gibt es jedoch noch keine entsprechenden Angebote.

Diese Lücke füllt Theater Vitamin A mit dem Stück «Mein Körper gehört mir!», das als interaktive Szenencollage aufgebaut ist und seinen Ursprung in Deutschland hat     (s. Kasten rechts)

 

Inhalt, Aufbau und Ziele
Wie kann ich mich wehren, wenn mir ein anderes Kind Schmerzen zufügt? Kann ich «Nein!» sagen, wenn ich ein «Nein!» spüre? Darf ich das auch einem Erwachsenen gegenüber, der meine Grenzen nicht respekiert? Wo kann ich anrufen, wenn ich Probleme habe mit jemandem, der etwas tut, was ich nicht will? Wie hole ich mir Hilfe?

Diese und weitere Fragen besprechen wir anhand von leicht verständlichen Alltags-Szenen im geschützten Rahmen des Klassenverbands, wo heikle und intime Dinge besser Platz haben als in einer grösseren Gruppe. Sorgfältig aufgebaut, jeweils 1 Lektion über 3 Wochen hinweg.

Zusätzlich bieten wir ein Angebot geeigneter Begleitveranstaltungen für Eltern und Lehrpersonen (Weiterbildungen mit Fachleuten, Elternabende usw.) und ein praxisbezogenes Handbuch mit Spiel- und Übungsanleitungen.

Wie «Mein Körper gehört mir!» entstand...
Das Präventions-Stück wurde von Anna Pallas und Reinhard Gesse von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück (D) in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachpersonen 1994 entwickelt und geschrieben mit der Absicht, Kinder stark zu machen gegen sexuellen Mißbrauch.
Heute sind gegen 40 Spielerpaare in ganz Deutschland mit diesem Stück unterwegs.

Zitat aus dem Stück
Junge: „Mini Mueter und ich hän es Zittli elai gwohnt. Das isch schwer gsi. S’Mami hett vili Problem gha, wägem Gäld und so...Aber denn isch dr Brueder vo mim Mami zu uns go wohne und uns isch’es sofort vill besser gange. Mir sin zäme in’s Kino, uff dr Tschuttiplatz und an’d Mäss. Mis Mami isch richtig glücklich worde und ich bi’s am Afang au gsi. Aber jetzt chunnt är immer in mis Zimmer und längt mi überall aa. Ich sag Nei! Ich will das nid! Är sait, wenn ich nid mitmach, denn hilft är uns nümme.“